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Sterlet und Stör im Gartenteich – Haltung, Fütterung und Unterschiede

Seit Jahren wird diskutiert, ob sich Störe und Koi gemeinsam in einem Gartenteich halten lassen. Besonders der Sterlet ist bei Teichbesitzern beliebt. Hier erfährst Du, welche Störarten für den Gartenteich infrage kommen und worauf Du bei Haltung, Fütterung und Vergesellschaftung mit Koi achten solltest.

Sterlet (Acipenser ruthenus) im Gartenteich

Der Sterlet gehört zu den kleineren Störarten und lebt ausschließlich im Süßwasser. Dadurch ist er für entsprechend große Gartenteiche und Koiteiche interessant.

  • Körperlänge bis etwa 1 Meter
  • Gewicht bis etwa 10 kg
  • Schlanke Körperform mit spitzer Schnauze
  • Hellgraue Grundfärbung
  • Auch als Albino-Sterlet erhältlich
  • Ausschließlich im Süßwasser lebend
  • Lebenserwartung bis etwa 20 Jahre

Auch ein Sterlet benötigt ausreichend Schwimmraum, eine gute Sauerstoffversorgung und für Störe geeignetes, sinkendes Futter.

Was ist der Unterschied zwischen Stör und Sterlet?

Der Sterlet ist eine Störart. „Stör“ bezeichnet also nicht nur einen bestimmten Fisch, sondern eine ganze Familie verschiedener Arten.

Diese unterscheiden sich unter anderem deutlich in ihrer möglichen Körpergröße, ihren Ansprüchen und ihrer Eignung für die Haltung im Gartenteich. Der Sterlet bleibt im Vergleich zu vielen anderen Störarten relativ klein und ist deshalb für die Teichhaltung besonders interessant.

Weitere Störarten für den Gartenteich

Sternhausen (Acipenser stellatus)

  • Länge bis etwa 1,5 Meter
  • Gewicht bis etwa 25 kg
  • Langgezogene Schnauze und auffällige Körperzeichnung
  • Lebenserwartung etwa 30 Jahre
  • Geschlechtsreife ungefähr ab 8 Jahren

Waxdick

Der Waxdick wird wesentlich größer als ein Sterlet und stellt entsprechend höhere Anforderungen an Platz und Haltung. Für einen normalen Gartenteich sollte deshalb besonders sorgfältig geprüft werden, ob langfristig ausreichend Platz vorhanden ist.

Haltung von Sterlet und Stör im Teich

Störe sind aktive Schwimmer und benötigen ausreichend freien Schwimmraum. Eine leistungsfähige Filteranlage und eine gute Sauerstoffversorgung sind für die Haltung besonders wichtig.

Störe halten sich keineswegs ausschließlich am Teichboden auf. Auffälliges Verhalten oder ein ungewöhnlich häufiger Aufenthalt nahe der Wasseroberfläche kann unter anderem auf ungünstige Bedingungen im Teich hinweisen.

Bei der gemeinsamen Haltung mit Koi sollte außerdem berücksichtigt werden, dass Störe sehr schwimmaktiv sind. Besonders während der ruhigeren Winterphase der Koi kann dies eine Rolle spielen.

Sterlet und Koi gemeinsam halten

Eine Vergesellschaftung von Sterlet bzw. anderen geeigneten Störarten und Koi ist unter passenden Bedingungen möglich.

Entscheidend sind insbesondere ausreichend Platz, eine gute Wasserqualität, eine hohe Sauerstoffversorgung und die richtige Fütterung. Außerdem muss sichergestellt werden, dass der Stör genügend Futter erhält.

Sterlet und Stör richtig füttern

Störe benötigen ein für ihre Ernährungsweise geeignetes sinkendes Spezialfutter. Da Koi häufig schneller am Futter sind, können sie einen Teil des Störfutters aufnehmen, bevor der Stör ausreichend gefressen hat.

Unser Tipp: Füttere zunächst die Koi und verteile anschließend das sinkende Störfutter so, dass der Stör es gut erreichen kann.

Passendes Futter findest Du in unserer Störfutter-Übersicht.

Häufige Fragen zu Sterlet und Stör

Ist ein Sterlet ein Stör?

Ja. Der Sterlet (Acipenser ruthenus) gehört zur Familie der Störe und ist eine vergleichsweise klein bleibende Störart.

Kann man Sterlet und Koi zusammen halten?

Unter geeigneten Bedingungen können Sterlet und Koi gemeinsam gehalten werden. Wichtig sind ausreichend Platz, eine leistungsfähige Filterung, eine gute Sauerstoffversorgung und eine auf beide Fischarten abgestimmte Fütterung.

Welches Futter benötigt ein Sterlet?

Sterlet und andere Störe benötigen sinkendes, energiereiches Spezialfutter, das sie am Teichboden aufnehmen können.

Wie groß sollte ein Teich für einen Sterlet sein?

Für die Haltung eines Sterlets muss ausreichend Schwimmraum zur Verfügung stehen. Als Orientierung empfehlen wir mindestens etwa 10.000 Liter Teichvolumen und eine Tiefe von etwa 1,5 Metern. Neben dem Volumen spielen auch Teichform, Sauerstoffversorgung, Filterleistung und später die tatsächliche Größe des Fisches eine wichtige Rolle.

Sind Störe empfindlich gegenüber Fischmedikamenten?

Störe können auf bestimmte Wirkstoffe anders oder empfindlicher reagieren als Koi. Deshalb sollte vor jeder Behandlung geprüft werden, ob das verwendete Mittel ausdrücklich für Störe geeignet ist.

Unsere Erfahrung mit Stören und Koi

Wir halten selbst zwei sibirische Störe, einen Albino und drei Diamantstöre gemeinsam mit Koi. Bei uns funktioniert diese Vergesellschaftung problemlos.

Im Winter nutzen wir zusätzlich ein großes Rohr als Rückzugsmöglichkeit, damit die Koi trotz der schwimmaktiven Störe einen ruhigeren Bereich finden.

Sterlet und andere geeignete Störarten können eine interessante Bereicherung für einen entsprechend großen Gartenteich sein. Entscheidend sind ausreichend Platz, eine gute Sauerstoffversorgung, passende Wasserbedingungen und eine auf Störe abgestimmte Fütterung.